Minerva (Original)

2 Gedanken zu “Minerva (Original)

  1. Torso
    Der Torso, das Thema Torso reizte mich schon während des Studiums.
    So schuf ich damals „Liebespaar“ (1), im Besitz von Herwig Garms, in
    Terrakotta, „Liebespaar“ (2), als Entwurf für die Steller Heide in
    Gips, Selbst, ein Selbstporträt (3) in Bronze (u.a. Edeltraud Gehrke.
    Diese Torsi waren noch stark Themenbezogen auf inhaltlich, moralische,
    psychische, oder politische Anlässe reagierend.
    Als Kunstform deshalb von mir gewählt, weil eine Reduzierung der wesentlich,
    gewollten Aussage zum Inhalt mit wenigen figürlichen Mitteln gemacht werden
    konnte/kann. Das ist die Crux des Torsos. Der menschliche Körper wird in
    einem von mir bestimmten „Abschnitt“ beschnitten, reduziert modelliert und
    Die Kunst ist es nun mit den angeschnitten Rumpf, Gliedmaßen etc. die
    gewollte Bewegung so gut im Muskelspiel und den Verformungen durch die
    Bewegung zu modellieren, das der Betrachter, bei sehr genauer Betrachtung,
    „nur“ über das Spiel der unter der Haut liegenden, sich nach außen
    abzeichnenden Muskeln und Sehnen die Bewegung nachvollziehen kann.
    Natürlich ist es wichtig und auch muss sehr genau geprüft werden, das es
    wirklich so ist, dass der Torso nicht amputiert wirkt, sondern in seiner
    Reduzierung als gültig modelliertes und vollendetes Kunstwerk erscheint.
    Im Laufe der Jahre, in denen ich vor allem politisch mit meinen Arbeiten
    reagiert und mir über die Kunstform an sich nur wenig Gedanken gemacht
    habe, also auch nicht irgendeinen bewusst gewählten Stil
    gepflegt habe, um z.B. in der Kunstszene aufzufallen, wurde ich von den
    Kollegen als literarischer Bildhauer bezeichnet, Waldemar Otto, Bernd
    Altenstein, Jürgen Weber…., um nur einige zu nennen. Die wohl auffälligste
    Arbeit, in der ich Torso als „unvollendete“, göttliche Arbeit thematisiert habe,
    ist der weibliche Akt „unter“ der schöpfenden Hand.
    2000, direkt nach meinem letzten Herzinfarkt, wendete ich mich, allerdings in
    Verbindung mit einem Auftrag, also einer gewissen finanziellen Sicherheit,
    wieder dem Thema Torso zu. Ich entwarf die Minerva und realisierte sie in
    lebensgroß in Bronze (Anton Röhrl in Siegenburg und Familie Matt in Zeitlarn).
    Von nun an ersann ich immer wieder neue, komplexere Formen für das Thema
    Torso. Stephanie (im Besitz von Familie Ermer) ist nur ein Hauch Torso.
    Die letzte große Arbeit ist die Familiengruppe für Familie Matt, die in Bronze in Zeitlarn
    steht.
    Inzwischen folgten mehrere kleine Experimente in Form von Frauentorsi.
    Das Ziel dieser Reise kenne ich nicht, stelle mir allerdings vor, das ich eine
    so komplexe Reduzierung entdecke, die mich dann selbst befriedigt.
    In Juramarmor habe ich eine Arbeit in 2007 für Gabriele Gerstenberger begonnen, die nicht so
    recht wachsen wollte. Der Streit zwischen Form, figürlichem Akt und
    Stein wollte nicht so Recht gütlich enden.
    Er ist fertig und das Ergebnis kann auf meiner Website betrachtet werden.
    Ich ließ mir Zeit und beobachtete. Allerdings muß ich hier bemerken, dass mir
    die Technik mit Pressluft arg im Wege ist.
    Es geht zu schnell. So werde ich in Zukunft mehr mit Fäustel und den
    Handmeißeln arbeiten.

  2. Minerva wurde bisher 2 mal in Bronze gegossen, steht in Abensberg bei A. Röhrl und in
    Zeitlarn bei B. Matt

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